Taipei – 31.12.2014 – Ein Bezirksgericht in Changhua hat die Inhaber einer Herstellungsfirma für Lebensmittelzusätze gestern wegen Betrugs und des Verstoßes gegen die Lebensmittelsicherheit angeklagt. Für den Inhaber der Firma Chien Hsin und dessen Sohn fordert die Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen von 20 bzw. 18 Jahren. Diese hätten laut Staatsanwaltschaft keine Reue für ihre jahrelangen Strafvergehen gezeigt.
Ferner fordert die Staatsanwaltschaft für die Vergehen eine Geldstrafe in Höhe von 20 Millionen Taiwan-Dollar, umgerechnet knapp 520.000 Euro, sowie die Beschlagnahmung unrechtmäßig erworbener Einkommen in Höhe von 25,2 Millionen Taiwan-Dollar, also rund 655.000 Euro. Mitte Dezember war die Firma aufgeflogen, die seit 2008 mit dem Farbstoff Buttergelb versetzte Emulgatoren an Hersteller von Tofuprodukten geliefert haben soll. Der Farbstoff ist als Lebensmittelzusatz jedoch verboten und gilt als krebserregend.
Lebensmittelkontrolleure in Hongkong hatten Spuren des verbotenen Farbstoffs in Tofuprodukten aus Taiwan entdeckt. Laut Staatsanwaltschaft seien anschließend auf Frischemärkten und in Supermärkten im In- und Ausland betroffene Tofuprodukte von den Regalen genommen und zerstört worden. Das Image Taiwans sei dadurch schwer beschädigt worden.