Taipei – 1.1.2015 – Ab dem heutigen Tag müssen chinesische Touristen vor Reisen auf die taiwanischen Inseln Kinmen, Penghu und Matsu keine Onlinevisa mehr beantragen. Nach der neuen Regelung bekommen chinesische Staatsbürger nun direkt bei der Ankunft auf den drei Inseln Landevisa (Passierscheine) ausgestellt. Lediglich die Antragskosten erhöhen sich durch einen höheren Personalbedarf von 200 auf 600 Taiwan-Dollar, umgerechnet rund 15 Euro.
Laut Chen Fu-hai, dem neuen Magistraten des Landkreises Kinmen, nehme die Insel eine Vorreiterrolle bei der friedlichen Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße ein. Chen nahm am heutigen Morgen die ersten chinesischen Besucher des Jahres persönlich in Empfang. Den ersten zehn Reisenden wurden von der Regierung des Landkreises Kinmen zudem Willkommensgeschenke ausgehändigt.
Zuletzt waren pro Monat rund 6.000 chinesische Touristen auf die Inseln Kinmen, Matsu und Penghu gereist. Durch die neue Regelung erhofft man sich eine Erhöhung dieser Touristenzahlen und einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region. Reisende aus China sind mit einem Landevisum jedoch auch weiter nicht berechtigt, auf Taiwans Hauptinsel weiterzureisen. Dazu sind die üblichen Formalitäten nötig. Die Insel Kinmen liegt nur rund zwei Kilometer vor der chinesischen Küste.