Tapei - 15. Januar 2014 - Präsident Ma Ying-jeou sprach sich für eine Zusammenarbeit Taiwans mit Großbritannien bei der Entwicklung des Off-Shore-Geschäftes für chinesiche Renminbi (RMB) aus. Präsident Ma machte seine Aussage am Mittwoch beim Besuch der Bürgermeisterin der Stadt London, Fiona Woolf, in Taipei.
“London war schon immer ein Weltfinanzzentrum, ist ebenso beim Aufbau eines offshore-Finanzzentrums für Renminbi-Geschäfte aktiv. Im Vergleich zu anderen Märkten in Asien hat London einen Vorteil durch die Zeitverschiebung, in unserem Land sind hohe Renminbieinlagen, damit sind die Märkte in Taiwan und Großbritannien komplentär und ergänzen sich. Wir sehen daher einer weiteren Zusammenarbeit in diesem Bereich erfreut entgegen.“
Präsident Ma wies darauf hin, dass er seit der Amtsübernahme im Jahre 2008 ständig um eine Verbesserung der Beziehungen mit dem Festland bemüht war und seitdem 19 Abkommen mit dem Festland unterzeichnet hätte.
Das bilatere Handelsvolumen überstieg 2012 USD 160 Mrd. , Taiwans erzielte dabei einen Handelsüberschuss von USD 75 Mrd. Seit letztem Februar sei einigen lokalen Banken der Handel mit RMB erlaubt. Seit Ende November überschreiten die auf RMB lautenden Bankeinlagen in Taiwan USD 150 Mrd.
Taiwan halte damit nach Hongkong und Singapur weltweit die dritthöchsten und dreißig mal so hohe RMB-Bankeinlagen wie Großbritannien.
Durch das dem Parlament zur Verabschiedung vorliegende Dienstleistungshandelsabkommen mit dem Festland könnten weitere Geschäftsmöglichkeiten im Finanzbereich erschlossen werden, teilte Präsident Ma der Bürgermeisterin der Stadt London mit.