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Noch kein Zeitpunkt für Rückführung von Offizierin

  • 16-01-2014
  • Editor

Taipei – 16.1.2014 – Im Fall der Rückführung einer Offizierin des taiwanischen Militärnachrichtendienstes stehe Taiwan in engem Kontakt zu den britischen Behörden. Diese Angaben machte der Leiter der Europaabteilung des Außenministeriums, Zhang Ming-Zhong, am heutigen Donnerstag. Die Offizierin Emily Yeh war im Juni 2012 nach Großbritannien geflogen, wo sie später Asyl beantragt hat. Am 10. Dezember war sie jedoch vor Ort verhaftet worden, wo ihr nun die Abschiebung nach Taiwan droht.

Wie Zhang Ming-Zhong erklärte, gebe es bisher seitens der britischen Behörden noch keinen genauen Zeitpunkt für die Rückführung der Offizierin nach Taiwan. Sie würden den Antrag Yehs auf Asyl jedoch genau prüfen. Laut Zhang stehe das Außenministerium diesbezüglich in engem Kontakt zu Großbritannien, man wolle derzeit jedoch keine weitere Stellungnahme zu dem Fall abgeben.

Die britische Tageszeitung „The Independant“ hatte kürzlich berichtet, nach ihrem 18-monatigen Aufenthalt in Großbritannien, würde die taiwanische Offizierin wohl bereits am 18. Januar ausgewiesen. Yeh selbst hatte in der Zeitung angegeben, dass sie Taiwan verlassen habe, weil ihr Antrag auf Versetzung oder Kündigung nicht genehmigt worden sei. Zuvor habe sie sich bei der Beschaffung von Geheimdienstinformationen aus China , Hongkong und Macau unwohl gefühlt.

Im Falle ihrer Abschiebung nach Taiwan könnte ihr laut taiwanischem Gesetz wegen Fahnenflucht eine Freiheitsstrafe von maximal fünf Jahren drohen.

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