Taipei – 3.4.2014 – Die Europäische Union sieht auch weiterhin die Möglichkeit eines gemeinsamen Wirtschaftskooperationsabkommens mit Taiwan. Dies ließ EU-Handelskommissar Karel De Gucht am gestrigen Mittwoch über seinen Sprecher verlauten.
Demnach könnte man sich für ein Investitionsabkommen einsetzen, durch das die gegenseitigen Märkte für die jeweils andere Seite geöffnet würden. Die Verhandlungen über ein solches Abkommen würden durch das Dienstleistungsabkommen zwischen Taiwan und China nicht beeinflusst, so John Clancy, der Sprecher des EU-Handelskommissars.
Allerdings wurde von Seiten der EU zugleich deutlich gemacht, dass es für die EU vor Beginn einer solchen Verhandlungsrunde zunächst Priorität habe, sich um Wirtschafts- und Handelsfragen innerhalb Europas zu kümmern. Man werde jedoch nach Wegen suchen, die Handelsverbindungen zu Taiwan zu verbessern und sich weiter für Handelsabkommen auch mit anderen Ländern in Asien einsetzen.