Taipei – 3.4.2014 – Er sei zuversichtlich, dass in Taiwan die Umstellung der Armee in eine Freiwilligenarmee erfolgreich durchgeführt werden könne. Diese Angaben machte Präsident Ma Ying-jeou am heutigen Donnerstag beim Besuch eines Militärstützpunkts in Nordtaiwan.
Wie Taiwans Präsident erklärte, seien in der letzten Zeit einige neue Anreize geschaffen worden, um Soldaten länger an das Militär zu binden. So habe man die Gehälter der Soldaten angehoben, die Wohnbereiche in den Kasernen verbessert und es den Soldaten zugleich erlaubt, Internet und Smartphones zu benutzen, wenn sie nicht im Dienst sind. Durch die neuen Vorzüge sei der Anteil jener Soldaten, die ihre Dienstzeit verlängern wollten, bereits um 20 Prozentpunkte auf über 65 % angestiegen.
Die Umstellung von Taiwans Armee in eine reine Freiwilligenarmee war im September 2013 um zwei Jahre auf Anfang 2017 verschoben worden. Als Grund für die Veschiebung wurde vor allem der Mangel an freiwilligen Rekruten genannt. Wie Ma jedoch betonte, werde man auch nach der Umstellung auf eine Freiwilligenarmee an einer Grundwehrpflicht von vier Monaten festhalten.