Taipei – 4.4.2014 – Taiwans Außenministerium hat heute gegen die Inhalte japanischer Schulbücher protestiert. In den neuen Büchern, die ab April 2015 in japanischen Grundschulen verwendet werden sollen, werden die umstrittenen Diaoyutai-Inseln im Ostchinesischen Meer als japanisches Hoheitsgebiet bezeichnet.
Wie Außenamtssprecherin Anna Kao erklärte, sei diese Vorgehensweise Japans der Bewahrung von Stabilität in der Region nicht zuträglich. Die Änderung der Schulbücher hindere nichts an der Tatsache, so Kao weiter, dass die Souveränität über die Inselgruppe bei der Republik China (Taiwan) liege. Man werde daher auf diplomatischen Wege seine Bedenken und starken Protest bei den japanischen Behörden zum Ausdruck bringen.
Alle betreffenden Parteien forderte sie zudem auf, die sogenannte Friedensinitiative für das Ostchinesische Meer zu beachten, die Taiwans Präsident Ma Ying-jeou vorgelegt habe. Darin appellierte er an alle Seiten, in dem Konflikt um die Inselgruppe auf Dialog zu setzen und Ressourcen in der Region gemeinsam zu erschließen. Die Diaoyutai-Inseln, auf Japanisch Senkaku genannt, liegen etwa 100 Seemeilen nordöstlich vor Taiwans Küste und werden von Taiwan, Japan und China beansprucht.