Taipei – 27. Januar 2020. Der gewählte Vizepräsident und ehemalige Premierminister William Lai (賴清德) hat heute erneut für eine Aufnahme Taiwans in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) plädiert. Zudem rief Lai die chinesische Regierung zu einem offenen Umgang mit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auf.
Während einer Feiertagstagveranstaltung in Hsinchu sagte Lai gegenüber Medien, dass eine Ausbreitung der Epidemie in China auch Taiwan einem erhöhten Risiko aussetze. Er rief China dazu auf, transparent und offen über die Epidemie zu informieren, um keine Schlupflöcher in der Präventionsarbeit entstehen zu lassen.
Zugleich forderte er von der chinesischen Regierung, nicht im Alleingang zu handeln. Stattdessen müsse Peking im Rahmen der Epidemie-Prävention mit anderen Ländern zusammenarbeiten. Nur so ließen sich ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindern, durch die Bedrohungen für China und die internationale Gemeinschaft entstünden.
Lai sagte weiter, dass Taiwan in die Weltgesundheitsorganisation aufgenommen werden müsse. So könnte Taiwan nicht nur schneller an internationale Informationen gelangen, um die eigene Bevölkerung zu schützen. Das Land könnte darüber hinaus auch mehr Beiträge leisten, von denen auch China profitieren würde, so Lai.
Die Menschen im Land rief Lai zur Zusammenarbeit mit der Regierung bei der Krankheitsprävention auf. Taiwan habe sehr viel Erfahrung in diesem Bereich. Solange Regierung und die Menschen im Land zusammenarbeiten würden, könnten die Gefahren durch die Krankheit auf ein Mindestmaß reduziert werden, so Lai.