Das Komitee für Auslandsangelegenheiten des US-Repräsentantenhauses brachte am Montag ihre Unterstützung für eine Teilnahme Taiwans in der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zum Ausdruck. Anlass war die Blockierung von Twitter-Konten durch die ICAO. Via Twitter wurde die ICAO angesichts der sich anbahnenden globalen Gesundheitskrise wegen des Informationsausschlusses von Taiwan kritisiert.
Über das Blockieren von Twitter-Nutzern hatte die US-Website Axios berichtet. Jessica Drun, freie Mitarbeiterin der NGO „Project 2049 Institute“, hatte über Twitter zwei Tage zuvor der ICAO und auch der WHO vorgeworfen, Taiwan wichtige Informationen vorzuenthalten. Die ICAO als wichtigste Einrichtung der Zivilluftfahrt wurde wegen der Vorenthaltung von Informationen über internationale Flugsicherheitswarnungen hinsichtlich des Virenausbruchs in China kritisiert. Angesichts der global zahlreichen Flugreisenden, die zur Verbreitung des Virus beitragen, sei es kontraproduktiv, den Flughafen Taoyuan, mit 46 Mio. Passagieren die Nr. 11 der Welt, wichtige Informationen vorzuenthalten.
Das US-Komitee für Auslandsangelegenheiten räumte die wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Flugsicherheit der zur UN gehörigen ICAO ein, verurteilte aber die Verletzung der selbsternannten Prinzipien der Fairness, Toleranz und Transparenz.
US-Senator Marco Rubio bezeichnete das Verhalten der ICAO als empörend und sah darin einen weiteren Beleg für den negativen Einfluss Chinas auf internationale Organisationen.