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Coronavirus: Einreiseverbot auf den Philippinen

  • 11-02-2020
Coronavirus: Einreiseverbot auf den Philippinen
Über 150 Flüggäste von den plötzlich geänderten Einreisebestimmungen überrascht

Das Gesundheitsministerium der Philippinen sprach wegen des Ausbruchs des Coronavirus in China unter Berufung auf die „Ein-China-Politik“ der WHO, ein Einreiseverbot für Reisende aus Taiwan, China, Hongkong und Macao aus.

Der Vorstand für Zivilluftfahrt der Philippinen bestätigte gestern Abend das Einreiseverbot. Davon waren 150 Taiwaner betroffen, die nach Ankunft wieder ihre Heimreise antreten mussten.

Joanne Ou (歐江安), Sprecherin von Taiwans Außenministerium, macht dafür mangelnde Kommunikation und Absprache der Regierungseinrichtungen verantwortlich.

Man stehe mit dem Außenministerium der Philippinen und dem Präsidentenbüro in Verhandlungen. Man vermittele, dass Taiwan nicht Teil Chinas und die epidemische Situation unter Kontrolle sei.

Auch Premierminister Su Tseng-chang (蘇貞昌) setzt auf Kommunikation und hofft darauf, weiter normale Beziehungen zu den Philippinen unterhalten zu können: „Dieses Mal, wegen der Lungenepidemie in Wuhan, ist Taiwan nicht nur von der Epidemie betroffen, sondern kommt auch durch das “Ein-China-Prinzip”, das etliche Länder nicht verstehen, zu Unrecht zu Schaden. Auch wenn wir keine formalen diplomatischen Beziehungen zu den Philippinen unterhalten, bestehen enge Beziehungen zwischen den Ländern. Nun passiert so etwas wie gestern. Wir wollen nicht nur unseren gestrandeten Landsleuten bei der Rückkehr aus dem Ausland helfen, sondern werden auch die Kommunikation fortsetzten, um Verständnis zwischen beiden Seiten zu schaffen. Ich hoffe, dass wir danach weiter einen normalen Austausch unterhalten können.“

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