Taipei – 17. Februar 2020. Das Außenministerium will eigenen Angaben nach mit Mauritius über ein wegen Covid-19 verhängtes Einreiseverbot für taiwanische Staatsbürger verhandeln. Das Einreiseverbot betrifft demnach Taiwaner, die sich 14 Tage vor der Einreise in China, Hongkong, Macau oder Taiwan aufgehalten haben.
Außenamtssprecherin Joanne Ou (歐江安) sagte, ihr lägen Informationen vor, nach denen Mannschaften von Taiwans Fischerbooten derzeit trotz des Verbots weiterhin in Mauritius einreisen könnten. Bedingung sei, dass sie in den 14 Tagen vor ihrer Einreise nicht in China, Hongkong oder Macau gewesen seien.
Ou machte die Eingliederung Taiwans in das Covid-19-Epidemiegebiet von China seitens der Weltgesundheitsorganisation für die derzeitige unklare Situation verantwortlich. Aus diesem Grund führe man aktiv Verhandlungen mit der mauritischen Regierung.
„Wir haben unsere Auslandsvertretungen dazu angewiesen, mit der Regierung von Mauritius zu verhandeln und unsere Anstrengungen zur Epidemie-Prävention zu erklären, damit sie nicht von der fälschlichen Zuordnung der WHO beeinflusst werden. Außerdem muss die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) schnell ihre fehlerhaften Informationen richtigstellen. Sie dürfen uns nicht dem Epidemiegebiet von China eingliedern, weil dadurch unser Austausch mit anderen Ländern beeinflusst werden könnte,“ so Ou.
Vor kurzem war der Fall eines Taiwaners bekannt geworden, der nach seiner Anreise aus Hongkong in Mauritius in Isolation gehalten wurde. Dazu sagte Ou heute, dass Taiwans zuständige Auslandsvertretung den Kontakt zu der Person hergestellt habe und sicherstellen werde, dass es den eigenen Bürgern gut gehe.