Taipei – 21.2.2020 – Parlamentarier von Regierungs- und Oppositionsparteien haben zu Beginn der Legislaturperiode Taiwans Aufnahme in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefordert.
In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, angesichts der Ausbreitung von Covid-19 und Taiwans geografischer Nähe zu China sollte Taiwan zur Epidemieprävention die aktive Beteiligung in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltgesundheitsversammlung (WHA) und enge Zusammenarbeit mit allen Ländern der Welt ermöglicht werden.
„Das Parlament verurteilt nachdrücklich, dass Festlandchina Taiwans Beteiligung in der WHO und WHA blockiert. Wir appellieren an die WHO, ihre Informationen zu berichtigen und Taiwan nicht mehr als Teil des Infektionsgebiets Festlandchina darzustellen“, so heißt es in der Erklärung.
Die WHO, als wichtigste internationale Gesundheitsorganisation, sollte Taiwan nicht aus politischen Gründen ausschließen. Die WHO führe Taiwan außerdem fälschlicherweise als Teil des Infektionsgebietes Chinas auf, woraufhin manche Länder Reisebeschränkungen gegen Taiwaner verhängt und die Flugverbindungen eingestellt haben. Die WHO solle ihre Darstellung umgehend berichtigen.
In der gemeinsamen Erklärung heißt es weiter, Taiwans Bedeutung, Notwendigkeit und Legitimität bei der globalen Krankheitsprävention habe kürzlich bereits internationale Anerkennung und Unterstützung erfahren, darunter während der 146. Sitzung des Exekutivrats der WHO. Die WHO sollte auf die Stimmen der internationalen Gemeinschaft hören und schnell eine Möglichkeit finden, Taiwan ungehindert in die Arbeit der WHO einzubeziehen.
Premierminister Su Tseng-chang (蘇貞昌) hat heute dem Parlament zur Eröffnung der Legislaturperiode Bericht erstattet, darunter auch über die Maßnahmen der Regierung zur Epidemieprävention.