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Amnestie-Programm für Ausländer, die ihr Visum überzogen haben

  • 20-03-2020
Amnestie-Programm für Ausländer, die ihr Visum überzogen haben
Einwanderungsbehörde sichert Strafmilderung zu (Foto: CNA)

Taipei – 20.3.2020 – Die Einwanderungsbehörde ermutigt alle Ausländer, die ihre Aufenthaltsberechtigung in Taiwan überzogen haben, sich zu melden. Gemäß der Einwanderungsbehörde können alle, die sich melden, mit Strafmilderung rechnen. Mit dieser Maßnahme will die Regierung eine Lücke bei der Eindämmung von COVID-19 schließen.

Bei einer Pflegerin aus Indonesien war eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Dies hat Aufmerksamkeit auf das Problem von nicht dokumentierten Ausländern bei der Eindämmung von COVID-19 gelenkt.

Es wird geschätzt, dass etwa 48.000 Arbeitsmigranten ihre Aufenthaltsberechtigung in Taiwan überzogen haben oder untergetaucht sind. Dies birgt das Risiko einer Lücke bei der Epidemieprävention. Die Strafmilderung für alle, die sich selbst bei den Behörden melden, gilt bis 30. Juni. Alle, die sich freiwillig melden, müssen nur die Mindeststrafe von 2000 Taiwan-Dollar (ca. 60 Euro) entrichten. Ihnen droht weder Abschiedehaft noch eine zukünftige Einreisesperre wegen illegalem Aufenthalt in Taiwan.

Gegen Ausländer, die ihr Visum überzogen haben und sich nicht selbst bei der Einwanderungsbehörde melden, kann eine Geldstrafe bis 10.000 Taiwan-Dollar (ca. 300 Euro) und eine Einreisesperre zwischen einem Jahr und acht Jahren verhängt werden.

Gemäß Statistiken der Einwanderungsbehörde machen Arbeitsmigranten mit über 48.000 den allergrößten Teil derer aus, die in Taiwan ihr Visum überzogen haben. Davon sind 23.474 Indonesier und 21.931 Vietnamesen.

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