Taipei – 23. März 2020. Taiwans Auslandsvertretungen stehen laut Außenminister Joseph Wu (吳釗燮) in engem Kontakt mit taiwanischen Staatsbürgern, die sich noch im Ausland befinden. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie sagte Wu im Parlament, die Vertretungsbüros könnten den Bürgern im Bedarfsfall Hilfe leisten.
Der Außenminister äußerte sich auch zum internationalen Interesse an Taiwans Vorgehen zur Epidemie-Prävention. Man werde die diplomatisch verbündeten Länder je nach Lage vor Ort unterstützen. Als Beispiele nannte Wu die Bereitstellung von medizinischem Material oder den Bau von vorübergehenden Krankenhäusern.
Zugleich widersprach der Außenminister Gerüchten, nach denen die Regierung Mundschutze aus einheimischer Produktion in diplomatisch verbündete Länder oder nach Japan geliefert haben soll. Dabei handle es sich um Fälle von Falschnachrichten, die von der Justiz überprüft werden würden, so Wu.
Unterdessen schätzte das Außenministerium heute die Chance auf eine Einladung an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in diesem Jahr als gering ein. Generalsekretär der Abteilung internationale Organisationen im Außenministerium Chen Long-chin (陳龍錦) sagte dazu: „Wir sind uns sicher, dass es sehr schwierig sein wird, eine Einladung vom Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation zu erhalten. Aber wir bemühen uns gemeinsam mit gleichgesinnten Ländern weiter darum.“