Taipei – 6. April 2020. Arbeitsministerin Hsu Ming-chun (許銘春) geht aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Epidemie von einem Anstieg von Personen mit unbezahltem Urlaub aus. Gegenüber dem Parlament sagte Hsu heute, dass mehr als 10.000 Personen in Taiwan davon betroffen sein könnten, falls die Epidemie bis in das dritte Quartal anhalten sollte. Sollte die Epidemie bis zum vierten Quartal anhalten, könnten laut Hsu sogar mehr als 20.000 Personen in unbezahltem Urlaub sein.
Hsu zitierte Zahlen des Arbeitsministeriums, denen zufolge bis Ende März 7.916 Personen in Taiwan in unbezahltem Urlaub waren. Das habe einem deutlichen Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vormonat entsprochen. Aus diesem Grund habe das Arbeitsministerium insgesamt zwölf kurz-, mittel- und langfristige Pläne ausgearbeitet. Die Pläne sähen etwa Erleichterungen bei der Kreditaufnahme vor und hätten das Ziel, die Arbeitsplätze von bis zu zwei Millionen Menschen zu sichern.
Die Arbeitsministerin kündigte darüber hinaus auch weitere Pläne als Reaktion für den Fall einer Verschärfung der Epidemie an. Sollte die Arbeitslosigkeit in Folge der Epidemie ansteigen, werde man Maßnahmen zur Beschäftigungssicherheit ergreifen. Außerdem werde man voraussichtlich Mitte April weitere Maßnahmen zur Ausweitung einer kurzfristigen Arbeitsaufnahme bei öffentlichen Diensten vorstellen.