Vizepräsident Chen Chien-jen (陳建仁) brachte am heutigen Mittwoch bei einem BBC-Interview Taiwans Bereitschaft zur Hilfe bei der Bekämpfung des Corona-Virus zum Ausdruck.
Die BBC befragte ihn nach den Gründen der außerordentlich effizienten Prävention vor einer Virenepidemie. Chen wies dabei auf die Erfahrungen während der SARS-Krise 2003 hin. Taiwan wurde sich dabei der Wichtigkeit einer verbesserten Krankheitskontrolle, erweiterter Quarantäneeinrichtungen als auch der Gründung eines Epidemie-Kommandozentrums bewusst. Er bezeichnete unverzügliche Reaktion und vorab bereitgestellte Ressourcen als Schlüssel einer erfolgreichen Epidemiebekämpfung.
Zur Hilfe anderer bedürftiger Länder befragt sagte Vizepräsident Chen, dass man aus humanitären Gründen notwendige Hilfe wie medizinische Güter wie Masken bereitstellen würde. Mit den USA kooperiere man bei der Umsetzung bestimmter Epidemiebekämpfungsmaßnahmen und tausche sich bei der Forschung und Produktion von Schnelltestmaterialien und Impfstoffen aus, dabei drückte Vizepräsident Chen seine Hoffnung auf Kooperation mit Großbritannien aus.
Laut gegenwärtigem Stand gibt es in Großbritannien etwa 56.000 COVID-19-Infizierte, über 6100 Menschen erlagen der Krankheit.