Taipei, 09.04.2020 - Taiwans Außenministerium hat heute deutliche Kritik an den Anschuldigungen von Tedros Ghebreyesus geübt. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte auf einer gestrigen Pressekonferenz vor einer Politisierung der COVID-Pandemie gewarnt und über rassistische Angriffe gegen seine Person geklagt.
Tedros sagte, die Angriffe hätten in Taiwan ihren Ursprung genommen, und Taiwans Außenministerium hätte sich nicht davon distanziert. Das Außenministerium sagte heute, die Behauptung sei “abwegig” und stelle “einen schweren Angriff auf [Taiwans] Regierung und Bevölkerung” dar.
Sprecherin Joanne Ou bekräftigte, Taiwan sei eine entwickelte Demokratie. Der Staat habe seine Bürger in keiner Weise ermutigt, diskriminierende oder persönliche Äußerungen gegen Tedros zu tätigen. Vielmehr würde Taiwans Bevölkerung durch den Ausschluss aus der WHO diskriminiert.
Ou sagte: “Die Regierung fordert eine sofortige Berichtigung von Generaldirektor Tedros abwegigen Äußerungen, sowie eine Entschuldigung. Wir finden es bedauerlich, dass der Generaldirektor Taiwan nicht nur aus WHA und WHO ausschließt, sondern Taiwan auch noch mit gegenstandslosen Gerüchten diskreditiert.”
Präsidentin Tsai Ing-wen forderte Tedros in einer Twitter-Nachricht auf, “dem Druck aus China standzuhalten, und Taiwan zu besuchen, um Taiwans Anstrengungen im Kampf gegen COVID-19 selbst zu sehen.”