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Präsidentin Tsai: WHO-Chef kennt Taiwan nicht

  • 10-04-2020
Präsidentin Tsai: WHO-Chef kennt Taiwan nicht
Präsidentin Tsai Ing-wen (Foto: CNA)

Taipei – 10.4.2020 – Präsidentin Tsai Ing-wen zufolge schaden die falschen Anschuldigungen des WHO-Generaldirektors Taiwans internationalem Ansehen. Die Präsidentin hatte bereits gestern gegen Vorwürfe des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus protestiert, Taiwan würde hinter rassistischen Angriffen im Netz auf ihn stecken.

Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) sagte heute: "Ich habe bereits gestern In meiner Eigenschaft als Präsidentin meinen starken Protest dagegen zum Ausdruck gebracht. Doch ich denke, dass der WHO-Generaldirektor diese Aussagen machte, weil er Taiwan nicht kennt. Deshalb lade ich ihn ein, wenn es ihm möglich ist, die Hindernisse und den Druck zu überwinden, nach Taiwan zu kommen, um zu sehen, wie Taiwans Regierung und Bevölkerung mit gemeinsamen Anstrengungen bei der Epidemiebekämpfung vorgehen."

Premierminister Su Tseng-chang (蘇貞昌) zufolge sei es der Position eines WHO-Chefs nicht angemessen, ohne Beweise grundlose Anschuldigungen zu machen. Su wies außerdem auf die unfaire Behandlung Taiwans hin: „Taiwan ist das wegen politischem Druck von China am meisten ausgegrenzte und unfair behandelte Land auf der Welt. Wir wissen, wie hart es ist, diskriminiert und unfair behandelt zu werden. Obwohl Taiwan klein ist, bemühen wir uns, alles in unserer Möglichkeit stehende zu tun, um unseren Beitrag für die Welt zu leisten und schwachen und hilfsbedürftigen Menschen zu helfen.“

Das Außenministerium hatte gestern die Behauptungen des WHO-Generaldirektors als abwegig und schweren Angriff auf die Regierung und Bevölkerung Taiwans bezeichnet und eine Entschuldigung gefordert.

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