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Experten zweifeln IMF-Prognose für Taiwan an

  • 15-04-2020
Experten zweifeln IMF-Prognose für Taiwan an
FSC-Chef Wellington Koo weist auf großen Unsicherheitsfaktor von Prognosen hin

Zwei taiwanische Wirtschaftsexperten zweifelten die Prognose des Internationalen Weltwährungsfonds (IMF) eines 4-prozentigen Schrumpfens für Taiwans Wirtschaft im Jahr 2020 an. Nur Hongkong, für das ein Minus von 4,8% erwartet wird, schneidet in der IMF-Prognose unter den Tigerstaaten schlechter als Taiwan ab. In seiner letzten Prognose erwartete das IMF für Taiwan ein Wachstum von etwa 2%.

Wellington Koo, Leiter der Finanzaufsichtskommission (FSC) sagte, dass unvorhersehbare Faktoren wie COVID-19 akkurate Prognosen unmöglich machten. Er gehe davon aus, dass das IMF nicht weit genug schaue und dabei Taiwans Stärken und Erfolg bei der Epidemieprävention übersehe. 

Finanzminister Su Jain-rong sieht eine zu stark auf den Exportbereich fokussierte Prognose. Die Einführung eines 22 Mrd. EUR schweren Katastrophenhilfsprogrammes werde den nötigen Puffer zur Abfederung möglicher Einbrüche im Exportsektor durch Steigerung der Binnennachfrage liefern, was angesichts der geringen Zahl an Infizierten effizienter realisiert werden könne.

Die Landesentwicklungskommission (NDC) rechnet für 2020 weiter mit einem positiven Wachstum zwischen 0,66% und 1,4%.

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