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Präsidentin fordert vollständige WHO-Mitgliedschaft

  • 16-04-2020
Präsidentin fordert vollständige WHO-Mitgliedschaft
Sitz der Weltgesundheitsorganisation WHO (Bild: Reuters)

Taipei, 16.04.2020 - Präsidentin Tsai Ing-wen und das Außenministerium haben heute Stellung zu den jüngsten Aussagen der Weltgesundheitsorganisation genommen und eine vollständige Mitgliedschaft Taiwans gefordert. 

Das Direktorat der WHO hatte zuletzt auf das Ein-China-Prinzip als Argument gegen eine Mitgliedschaft Taiwans verwiesen. In einer 13-Punkte-Stellungnahme hatte die WHO außerdem betont, es bestünde seit Jahren ein regelmäßiger technischer Austausch mit Taiwan.

Präsidentin Tsai sagte heute, in den letzten 10 Jahren habe Taiwan 187 Anträge auf Teilnahme an verschiedenen technischen Konferenzen gestellt. 70% waren abgewiesen worden. Dass die WHO Taiwans Einbeziehung auf Einzelfallbasis entscheide sei eine unangemessene Behandlung.

Tsai sagte: “Wir müssen das Recht auf eine vollständige Teilnahme erhalten. Dann könnten wir uns bilateral mit der WHO austauschen und unsere Informationen mit anderen Ländern teilen. Außerdem hätten wir dann vollständigen Zugriff auf alle Informationen der WHO.” 

Das Außenministerium betonte, dass der Ausschluss Taiwans aufgrund des Ein-China-Prinzips den Leitprinzipien der WHO widerspreche. In seiner Stellungnahme erinnerte das Ministerium an das Primat von “Gesundheit für Alle” und bat die WHO um Neutralität in politischen Fragen.

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