Taipeh – 12. August 2020. Taiwans Gesundheitsminister und Leiter des Epidemie-Kommandozentrum (CECC), Chen Shih-chung (陳時中), sagte am Mittwoch, dass der angebotene Schutz und die Nebenwirkungen des russischen Impfstoffs gegen das Coronavirus unbekannt seien, da die klinischen Studien nicht abgeschlossen seien. Daher habe er Zweifel am Schutzniveau, das der Impfstoff bieten könne, und es werde wahrscheinlich noch lange dauern, bis er auf breiter Basis eingesetzt werden könne.
Auf die Frage der Medien am Mittwoch, ob Taiwan russischen Passagieren, die mit Sputnik V geimpft worden seien, die Einreise erlauben würde, sagte Chen, dass einige wichtige Leute sogar ihre Verwandten gebeten hätten, mit gutem Beispiel voranzugehen, sei ziemlich mutig. Allerdings müsse der Impfstoff erst richtig ausgewertet werden.
Neben der Bestätigung, ob er von den russischen Behörden zugelassen wurde, müsse auch bewertet werden, ob der Impfstoff eine Schutzwirkung habe, wie lange er anhalten könne und ob es Nebenwirkungen und Risiken gebe, erklärte Chen.
Chen wies darauf hin, dass bis heute keiner der weltweit in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe klinische Studien am Menschen abgeschlossen habe, und es keine klare Antwort gebe. Er sagte, er glaube, dass die zukünftige politische Richtung aller Länder in Bezug auf Impfstoffe einheitlich sein werde, indem sie eine Notfallgenehmigung in Übereinstimmung mit den lokalen epidemischen Bedingungen erteilen würden.