Taipei – 28. September 2020. Dem Außenministerium zufolge ist Taiwan weiterhin darum bemüht, einen Beobachterstatus innerhalb der Weltgesundheitsversammlung (WHA) zu erlangen. Ab dem 9. November wird die WHA wieder zusammentreten und auch über Taiwans Beitrittsantrag beraten.
Das Außenministerium rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute erneut dazu auf, das Recht auf Teilnahme der Taiwaner an der WHA zu wahren. Das Ministerium verlangte außerdem, Taiwans Teilnahme an Konferenzen, Vorkehrungen und Veranstaltungen zur Epidemieprävention zu ermöglichen.
Laut Außenministerium steht derzeit noch nicht fest, ob die Versammlung zwischen dem 9. und 14. November nur als Videokonferenz stattfinden wird. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und privaten Gruppierungen werde man aber alles daransetzen, um einen Beobachterstatus für die Teilnahme an der WHA zu erlangen.
In diesem Jahr sei die internationale Unterstützung für Taiwan größer als sonst. Nicht nur die Regierungen verschiedener Länder, sondern auch Parlamentsvertreter oder Meinungsführer würden Taiwans Teilnahme als Beobachter auf offene Weise unterstützen, so das Außenministerium weiter.
Als wichtigste internationale Organisation zur Verteidigung des „Menschenrechts auf Gesundheit“ müsse die WHO professionell und neutral bleiben. Daher müsse die WHO auch alle Interessensvertreter, zu denen auch Taiwan gehöre, an der WHA teilnehmen lassen.