Taipei – 28. Oktober 2020. Das Ermittlungsamt des Justizministeriums hat zusammen mit Vertretern der USA, Japans und Australiens einen internationalen Workshop zur Bekämpfung von Verbrechen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie abgehalten.
Der Workshop fand am Mittwoch unter der Schirmherrschaft des Global Cooperation and Training Framework statt. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die es Taiwan ermöglicht, Fachwissen mit anderen Partnern auszutauschen, auch wenn Taiwan nach wie vor von vielen internationalen Organisationen ausgeschlossen ist.
Laut dem Generaldirektor des Ermittlungsamts, Lu Wen-chung (呂文忠), hat die COVID-19-Pandemie zu Straftaten wie dem Horten von Masken, dem Verkauf gefälschter Masken und der Verbreitung von Desinformationen geführt. Laut Lu haben die Behörden allein in Taiwan über 200 Millionen gefälschte Operationsmasken beschlagnahmt und mehr als 1.400 Fälle von Desinformation aufgedeckt.
Auch der stellvertretende Direktor des American Institute in Taiwan, Raymond Greene nahm an dem Workshop teil. Der internationale Charakter von Verbrechen im Zusammenhang mit der Pandemie, wie die Verbreitung falscher Informationen, hätten diese Verbrechen zu einer Angelegenheit von globaler Bedeutung gemacht, so Greene. Er stellte auch das "taiwanische Modell" zur Bekämpfung von COVID-19 vor und hob den Erfolg des Modells sowie die Bereitschaft Taiwans hervor, sein Fachwissen und seine medizinische Versorgung mit internationalen Partnern zu teilen.