Taipei – 9. November 2020. Das Außenministerium hat heute den erneuten Ausschluss Taiwans von der Weltgesundheitsversammlung (WHA) bedauert. Aufgrund der Covid-19-Pandemie findet von heute bis zum 14. November ein zweiter Sitzungsteil der 73. WHA als Videokonferenz statt.
Außenamtssprecherin Joanne Ou (歐江安) sagte, der Ausschluss verletze nicht nur das Recht der Taiwaner auf Gesundheit, sondern stehe auch im Widerspruch des Ziels der WHA von einer „Gesundheit für alle.“ Ou wies zudem auf Taiwans Erfolge im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie hin.
„Wir haben viele Erfahrungen und Informationen, die unsere Experten gerne mit der Welt teilen würden. Wir haben auch große Unterstützung aus der internationalen Gemeinschaft erhalten. Auf dieser Grundlage werden sich Außen- und Gesundheitsministerien weiter aktiv dafür einsetzen, an Konferenzen und anderen Veranstaltungen der WHO teilzunehmen,“ so Ou.
Ou kündigte an, dass die Regierung für den Zeitraum der WHA eine eigene Videokonferenz zum Thema Krebserkrankungen veranstalten werde. Über den Austausch mit Regierungsvertretern und Experten aus den USA und Europa werde man Versprechen zu Taiwans Gesundheitsbeiträgen in der Welt konkret umsetzen.
Vertretungsbüros mehrerer Länder in Taiwan haben sich heute unterdessen für eine Beteiligung Taiwans an der WHA ausgesprochen. Die Vertretungen von den USA, Kanada, Japan sowie von mehreren europäischen Ländern appellierten an den WHA-Generalsekretär, Taiwan als Beobachter zuzulassen.