Taipei, 12.11.2020 - Die Epidemie-Kommandozentrale (CECC) hat heute fünf neue importierte Covid-Fälle in Taiwan bestätigt. Es handelt sich um fünf Arbeitsmigrantinnen aus Indonesien, die am 28. und 29. Oktober eingereist waren und ihre 14-tägige Quarantäne gemeinsam in einer Sammelunterkunft verbracht hatten.
Der Corona-Test nach Ende der Quarantäne ergab fünf positive Testergebnisse bei den Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Laut CECC-Sprecher Chuang Jen-hsiang (莊人祥) hatte eine der Frauen bereits während der Quarantänezeit eine erhöhte Temperatur gehabt, diese aber aus Sorge vor Konsequenzen vor den Gesundheitsbehörden verborgen. Die gesetzliche Strafe auf Fälschung von Temperaturwerten beträgt NT$ 100.000 bis NT$ 1 Mio (€ 3000 - 30.000).
Chuang räumte ein, dass die Informationen zu den Quarantäne-Auflagen nur auf Englisch und Chinesisch vorliegen; Bisher hätten Vermittlungsagenturen oder Polizeibeamte in Einzelfällen als Dolmetscher fungiert. Das CECC habe bereits das Arbeitsministerium gebeten, für Arbeitsmigranten ohne Englisch-Kenntnisse künftig eine Übersetzung einzurichten.
Die Zahl der Corona-Infektionen in Taiwan stieg damit auf 590 Fälle, bei 479 handelt es sich um Ansteckungen im Ausland.