Taipei – 4. Januar 2021. Taiwans Behörden haben heute drei neue importierte Covid-19-Coronavirusfälle bestätigt. Bei den drei Fällen handelt es sich laut Epidemie-Kommandozentrum um Einreisende aus den Philippinen, der Dominikanischen Republik und Frankreich.
Einer der Fälle ist der einer philippinischen Arbeitsmigrantin, die am 10. Dezember nach Taiwan eingereist war. Dem Sprecher des Epidemie-Kommandozentrums Chuang Jen-hsiang (莊人祥) zufolge hatte die Frau ein negatives Covid-19-Testergebnis im Zeitraum von drei Tagen vor ihrer Abreise vorgelegt.
Auch ein zweiter Test vom 23. Dezember, zum Ende ihrer zweiwöchigen Quarantäne, sei negativ ausgefallen. Daraufhin habe die Frau sieben Tage lang im Wohnheim ihrer Arbeitsstätte verbracht. Erst ein von ihrem Arbeitgeber verlangter dritter Test vom 1. Januar sei dann positiv ausgefallen.
Chuang sagte jedoch, eine Analyse des Testergebnisses weise darauf hin, dass sich die Frau bereits vor einer längeren Zeit in den Philippinen angesteckt habe. Eine Person, die in dem Wohnheim mit der Frau in Kontakt kam, befinde sich in häuslicher Quarantäne.
Bei den beiden anderen Fällen handelt es sich nach Angaben der Behörde um taiwanische Staatsbürgerinnen, die beide unabhängig voneinander am 1. Januar aus dem Ausland nach Taiwan zurückgekehrt waren. Beide Frauen seien bisher frei von Krankheitssymptomen und befänden sich in Quarantäne, so Chuang.
Daten des Epidemie-Kommandozentrums zufolge wurden in Taiwan seit Ausbruch der Epidemie 815 Ansteckungen mit dem Covid-19-Coronavirus bestätigt. Davon gelten 720 als importiert. 696 Patienten sind wieder genesen und sieben gestorben. 112 Patienten befinden sich demnach weiter in krankenhäuslicher Behandlung.