Taipei – 19.2.2021 – Fast 40 US-Kongressabgeordnete haben einen Gesetzentwurf zur Unterstützung von Taiwans Wiederaufnahme als Beobachter bei der Weltgesundheitsversammlung (WHA) eingebracht.
In dem Entwurf fordern die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses den US-Außenminister zur Unterstützung für Taiwans Beobachterstatus in der Weltgesundheitsversammlung (WHA) auf.
An der Spitze der Initiative für den parteienübergreifenden Entwurf standen der demokratische Abgeordnete Brad Sherman und die republikanische Abgeordnete Young Kim. Auch der führende Republikaner im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, Michael McCaul, und der Vorsitzende des Unterausschusses für Asien schlossen sich dem Gesetzentwurf an.
In dem Gesetzentwurf führen die Abgeordneten die wichtige Rolle Taiwans bei der globalen Sicherheit im Gesundheitsbereich an. Taiwan sei außerdem eines der ersten Länder gewesen, das auf den Ausbruch des neuartigen Coronavirus hingewiesen habe. Trotz Taiwans Beiträge zur Weltgesundheit übe China weiterhin Druck auf Taiwan aus und begrenze während der Pandemie Taiwans Zugang zu wichtigen Informationen. Taiwans Ausschluss aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führe zu einer Lücke im Netz des globalen Kampfes gegen die Pandemie. Dies stelle auch Risiken für andere Länder dar.
Die Sprecherin von Taiwans Außenministerium, Joanne Ou (歐江安) sagte heute über die Initiative: "COVID-19 breitet sich weiter aus. Taiwans Erfolge bei der Eindämmung der Epidemie und konkrete Maßnahmen zur Unterstützung anderer Länder im Kampf gegen Infektionskrankheiten und zum Schutz der globalen Gesundheit werden breit anerkannt. Dies beweist erneut, dass Taiwan im internationalen Gesundheitssystem nicht fehlen darf."
Taiwan nahm in den Jahren 2009 bis 2016 als Beobachter unter dem Namen "Chinese Taipei" an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) teil. Unter der DPP-Regierung von Präsidentin Tsai Ing-wen wurde (蔡英文) Taiwan der Beobachterstatus in der WHA wegen Druck aus China verwehrt.