Taipei – 8. März 2021. Die Ressorts für Gesundheit, Äußeres und Verkehr haben sich heute in einer ersten Einigung für eine sogenannte „Reiseblase“ mit dem Pazifikinselstaat Palau ausgesprochen. Eine letztendliche Entscheidung hängt laut Gesundheitsminister Chen Shih-chung (陳時中) aber noch von weiteren Verhandlungen ab.
Gestern hatte Chen eine mögliche Freigabe für touristische Reisen zwischen Taiwan und Palau damit begründet, dass die Coronavirus-Epidemie in beiden Ländern unter Kontrolle sei. Chen hatte dabei von einer „grünen Verkehrsverbindung“ als Modell für eine „Reiseblase“ zwischen beiden Ländern gesprochen.
Dazu Chen heute: „Mit ‚grüner Verkehrsverbindung‘ ist eine ungehinderte Bewegung gemeint, der keine besonderen Hindernisse im Weg stehen. Vielleicht gibt es nur einfache Tests, damit alles reibungslos funktioniert. Heute Nachmittag haben Vertreter der drei Ministerien eine vorläufige Einigung getroffen und dafür gemeinsam über bestehende Probleme gesprochen.“
Der Gesundheitsminister betonte, dass vor der Reisefreigabe manche Bestimmungen zum Infektionsschutz gelockert werden müssten. Beide Länder müssten sich auf eine freiere Art des Austauschs hinzubewegen, bei es keine längere Quarantänepflicht gibt. Ansonsten bestünde eine „Reiseblase“ nur dem Namen nach, so Chen.
Zugleich erteilte Chen Überlegungen für „Reiseblasen“ mit weiteren Ländern aus der Region eine Absage. So habe es in mehreren Zielländern der „Neuen Südwärts“-Politik wie Vietnam zuletzt wieder vermehrt einheimische Coronavirus-Fälle gegeben. Die Ausweitung von Reiselockerungen auf andere Länder werde auch vom Erfolg einer „Reiseblase“ mit Palau abhängen.