Taipei – 16. März 2021. Nur ein Drittel des medizinischen Personals in Krankenhäusern, die COVID-19-Patienten in Taiwan behandeln, ist bereit, sich mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca impfen zu lassen. Das sind die vorläufigen Ergebnisse einer Umfrage des taiwanischen Epidemie Kommandozentrums (CECC).
Ungefähr 90 Prozent des medizinischen Personals in diesen Krankenhäusern, oder etwa 183.000 Personen, haben bisher auf die Umfrage geantwortet, und nur etwa 32,7 Prozent von ihnen, oder 59.984, gaben an, dass sie bereit wären, sich mit dem AstraZeneca COVID-19-Impfstoff impfen zu lassen.
Das CECC gab nicht bekannt, ob die medizinischen Fachkräfte, die nicht an einer Impfung interessiert waren, nach den Gründen für ihre Ablehnung gefragt wurden und ob dies auf Bedenken gegen den Impfstoff von AstraZeneca im Besonderen oder auf eine allgemeine Abneigung gegen Impfungen zurückzuführen war.
Als jedoch 532 medizinische Fachkräfte in einer CECC-Umfrage Ende Januar gefragt wurden, ob sie bereit wären, sich impfen zu lassen, ohne eine Impfstoffmarke zu nennen, bejahten dies fast zwei Drittel (65,2 Prozent), was darauf hindeutet, dass es einen gewissen Widerstand gegen den AstraZeneca-Impfstoff geben könnte.
Der einzige COVID-19-Impfstoff, den Taiwan bisher erhalten hat, ist eine Charge von 117.000 Dosen von AstraZeneca. Die Lieferung wird derzeit von der Food and Drug Administration (FDA) getestet, ein Prozess, der voraussichtlich am Mittwoch abgeschlossen sein wird.
Das Kommandozentrum sagte, dass man nach Abschluss der Tests ein Treffen mit Experten abhalten werde, um zu prüfen, ob der Impfstoff Taiwans Sicherheitsanforderungen entspricht.