Taipei – 26. Mai 2021. Die Krankenhausgewerkschaft der Stadt Taipei sagt, dass die medizinischen Ressourcen in Taipeh ausgereizt sind
Hunderte von COVID-Patienten haben das Krankenhaus-Netzwerk der Stadt Taipei in der vergangenen Woche überschwemmt. Die Gewerkschaft warnt, dass das Personal in den städtischen Krankenhäusern überlastet ist und Entlastung braucht.
Taiwans bisher schlimmster COVID-19-Ausbruch hat Taipeh schnell und hart getroffen. Laut der Krankenhausgewerkschaft der Stadt Taipeh sind das Personal und die Vorräte in allen Krankenhäusern der Stadt sehr knapp bemessen. Sie warnt, dass der Zusammenbruch unmittelbar bevorsteht.
Das medizinische Personal arbeitet regelmäßig 12-Stunden-Schichten, wobei ein Arbeiter sagte, dass er in sieben Stunden nur einen Schluck Wasser getrunken hat. Der Zustrom von COVID-Patienten bedeutet, dass auch Krankenhausbetten und Beatmungsgeräte schwer zu bekommen sind.
In diesem Zusammenhang erklärte Taipehs Bürgermeister Ko Wen-je am Mittwoch, dass Taiwan nicht bis August auf Impfstoffe warten könne. Damit reagierte er auf die Aussage von Gesundheitsminister Chen Shih-chung, dass Taiwan zwei Millionen mehr Impfstoffdosen im Juni und insgesamt 10 Millionen bis August haben werde.
Bürgermeister Ko sagte, dass sein Wissen ihm sage, dass man das Schicksal des Landes auf Spiel setzen werden, wenn man bis August warten werde, um die Impfstoffe zu verwenden. Die derzeitige Situation könne nicht bis August anhalten. Es werde zu viele Todesfälle geben.