Taipei – 2. Juni 2021. Es liegt nicht in der Hand der deutschen Regierung, ob Taiwan und Deutschlands BioNTech ein Abkommen über COVID-19-Impfstoffe erreichen können. Thomas Prinz, Generaldirektor des Deutschen Instituts Taipeh, erklärte in einem Facebook-Post, dass die deutsche Regierung jedoch ihr Bestes tue, um ein Abkommen zu ermöglichen.
Die deutsche Regierung, insbesondere Wirtschaftsminister Peter Altmaier, habe enorme Anstrengungen unternommen, um als Brücke in den Verhandlungen zwischen Taiwan und BioNTech zu dienen, versicherte Thomas Prinz.
Die deutsche Regierung hat jedoch keine Kontrolle über die Bedingungen eines potentiellen Vertrages, da nur die Parteien des potentiellen Vertrages ein Mitspracherecht haben, so Prinz.
Der Diplomat sagte, er habe volles Vertrauen in Taiwans Eindämmung des jüngsten inländischen Coronavirus-Ausbruchs in den letzten Wochen und hoffe, dass mehr Impfstoffe von verschiedenen Marken, einschließlich BioNTech, schnell importiert werden können, um die Infektionsraten zu senken.
Ende letzten Montags hatte Taiwans Gesundheitsminister Chen Shih-chung (陳時中) erklärte, dass die Unfähigkeit der beiden Seiten, einen Vertrag abzuschließen, an "etwas außerhalb des Vertrages" liege. Er deutete damit auf den Druck aus China auf BioNTech hin.