Taipei – 14. Juni 2021.Vor einer internationalen Anerkennung von Taiwans eigenen Covid-19-Impfstoffen könnte laut Gesundheitsminister Chen Shih-chung (陳時中) doch eine dritte Phase klinischer Tests notwendig werden. Bisher war das sogenannte „Immunobridging“ im Gespräch, um die Wirkung der Impfstoffe zu testen.
Beim „Immunobridging“ kommt anders als bei einer dritten Phase klinischer Tests keine große Anzahl an Versuchspersonen zum Einsatz. Stattdessen wird bei dem Verfahren die Immunantwort der Teilnehmer an den Phase-2-Tests analysiert, um Rückschlüsse auf die Schutzwirkung der Impfstoffe abzuleiten.
Mit seiner heutigen Ankündigung reagierte Chen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Darin hieß es, dass ein Antrag Taiwans auf eine Notfallgenehmigung der eigenen Impfstoffe seitens der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) möglicherweise abgelehnt werden wird.
Der Gesundheitsminister sagte, dass eine Notfallgenehmigung nur eine Reaktion auf die Epidemie ist, um es zu ermöglichen, Impfstoffe auf den Markt zu bringen, die noch nicht allen medizinischen Standards entsprächen. Da die USA bereits über genug Impfstoffe verfügten, sei die Ablehnung einer weiteren Notfallgenehmigung denkbar.