Taipei – 3. Januar 2023. Premierminister Su Tseng-chang hat sich dafür ausgesprochen, Quarantänebeschränkungen für chinesische Passagiere auf indirekten Flügen über Hongkong und Macau in Betracht ziehen.
Bei einer Rede am Dienstag im Parlament reagierte Su damit auf den Umstand, dass fast ein Drittel der chinesischen Passagiere, die am Sonntag in Taiwan ankamen, positiv auf COVID-19 getestet wurden.
Laut Taiwans Epidemie-Kommandozentrum (CECC) erlebe China eine große Welle von COVID-Fällen, über die zu wenig berichtet werde und die über drei Monate andauern könnte. Taiwan ist für chinesische Touristen immer noch nicht geöffnet, und Passagiere, die direkt aus China einreisen, müssen sich bei der Ankunft einem PCR-Test unterziehen.
Nach Angaben der Gesundheitsbehörden steige auch die Zahl der inländischen Fälle in Taiwan, und die Behörden werden weiterhin Impfungen und eine frühzeitige medizinische Versorgung von Risikogruppen fördern. Das Kommandozentrum fügte hinzu, dass auch die Zahl der importierten Fälle zunehme, was zu Problemen führen könnte, wenn mehr Menschen zum Neujahrsfest nach Hause zurückkehrten.
Laut Premierminister Su besuchten viele Menschen am vergangenen Wochenende Konzerte und Neujahrsfeiern, was zeige, dass die Gesellschaft langsam zum "normalen Leben" zurückkehre. Er bat daher das Kommandozentrum, die Entwicklung der Situation weiter zu beobachten und Impfungen und Selbstvorsorge zu fördern.
Das Epidemie-Kommandozentrum hat heute 25.009 neue COVID-19 Infektionen gemeldet, davon 24.649 lokale Ansteckungen. Außerdem wurden 22 neue Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 bestätigt.