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EU-Parlamentsausschuss beschließt neues Chipgesetz

  • 25-01-2023
EU-Parlamentsausschuss beschließt neues Chipgesetz
Halbleiter (Quelle: Reuters)

Taipei – 25. Januar 2023. Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments hat gestern die Annahme des EU Chips Act beschlossen, um den europäischen Zugang zu Halbleitern zu verbessern. Bei dem EU Chips Act handelt es sich um ein Milliardenprogramm zur Förderung der Halbleiterindustrie in Europa.

Globale Lieferketten haben seit Beginn der COVID-19-Pandemie mit einem Mangel an Halbleitern zu kämpfen. Anfang dieses Monats kündigte etwa der Automobilhersteller Volvo an, dass sein Werk in Gent wegen eines Mangels an Halbleitern für eine Woche geschlossen werde.

Mit dem neuen Chipgesetz will die EU ihren Weltmarktanteil an Halbleitern bis 2030 von 10 % auf mindestens 20 % verdoppeln. Zum Erreichen dieses Ziels soll ein spezielles Gremium eingerichtet werden, um die Beziehungen zu den wichtigsten Halbleiter-produzierenden Ländern zu beaufsichtigen. In dem Gesetz wird Taiwan ausdrücklich als einer dieser strategischen Partner genannt. Weitere Partner sind die Vereinigten Staaten, Japan und Südkorea.

Das neue Gesetz würde die EU auch verpflichten, neue diplomatische Mechanismen zum Umgang mit Halbleitern zu schaffen, unter anderem durch die Schaffung von Handels- und Investitionsabkommen, um die Versorgung Europas mit Halbleitern zu sichern.

Das EU-Chipgesetz muss noch vom Europäischen Parlament verabschiedet und von den Ministern der einzelnen Mitgliedstaaten gebilligt werden, bevor es in Kraft treten kann.

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