Taipei – 14. November 2023. Taiwans Gesundheitsministerium berichtet, dass Kindeshandlung in Taiwan nach wie vor weit verbreitet sei. Im vergangenen Jahr wurden 11.950 Fälle von Kindesmisshandlung gemeldet, was einem Durchschnitt von 33 Fällen pro Tag entspricht.
Um Kinder besser zu schützen, fordert die Child Welfare Alliance Foundation die Einrichtung von "No Hit Zones" in öffentlichen Räumen. Derzeit seien mehr als 1.000 solcher öffentlichen Orte eingerichtet worden, an denen das Personal eingreifen und verbale oder körperliche Gewalt melden kann.
"Wenn Eltern an öffentlichen Plätzen ihre Kinder übermäßig beschimpfen, kann dies zu einer unangenehmen Situation oder zu einer potenziellen Gewalttat führen. Das Personal an diesen öffentlichen Orten kann eingreifen und helfen, die Situation zu bewältigen", sagte die Geschäftsführerin der Child Welfare Alliance Foundation, Pai Li-fang (白麗芳).
Die Umfrage ihrer Organisation ergab, dass die öffentlichen Orte, an denen die Bürger am häufigsten Zeuge werden, wie Kinder geschlagen oder beschimpft werden, Kaufhäuser, Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Parks und Kinderspielplätze sind. Die Umfrage ergab, dass die Öffentlichkeit im Allgemeinen zurückhaltend ist, wenn es darum geht, einzugreifen. Nur 31,2 % der Befragten schreiten ein, um verbale oder körperliche Misshandlung zu verhindern.
Pai sagt, dass Misshandlung bei Kindern zu schweren, langfristigen Traumata führen kann. Er kann auch ihr Verhalten, ihre emotionale Entwicklung, ihre zwischenmenschlichen Beziehungen und ihr Selbstvertrauen beeinträchtigen und sich negativ auf ihr gesundes Wachstum und ihre Entwicklung auswirken.
"Opfer von Kindeshandlung ziehen sich zurück, wenn sie mit anderen in Kontakt kommen. Manche ahmen das Verhalten sogar nach und verbreiten es in der Schule durch Mobbing", sagte Fan Hsiu-ping (范修平), Direktor des Zentrums für Kinderschutz am Fu Jen Catholic University Hospital.