Taipei, 29. November - Die taiwanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde hat heute mitgeteilt, dass Taiwan die Produktion und den Import des wichtigsten Medikaments mit dem Wirkstoff Azithromycin zur Behandlung von Mycoplasma pneumoniae bei Kindern hochgefahren hat, da in den letzten Wochen in China ein Anstieg der Fälle der Atemwegserkrankung gemeldet wurde.
Nach Angaben des Seuchenkontrollzentrums kursiere die Krankheit in Taiwan derzeit zwar auf einem niedrigen Niveau, jedoch werden nun Vorkehrungen getroffen, um sich auf einen möglichen Anstieg vorzubereiten. Obwohl die inländische Produktion des zur Behandlung benötigten Medikaments bereits gesteigert wurde, sei im August bei der Behandlung von Kindern ein landesweiter Mangel gemeldet worden. Die Nachfrage im Jahre 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt; Ende Oktober erhielt Taiwan eine große Importlieferung von Azithromycin zur Behandlung von Kindern. Im Dezember soll eine für Erwachsene folgen und die entsprechenden Pharmakonzerne wurden angehalten, sich mit genügend Rohstoffen auszustatten, um bei Bedarf mit Mehrproduktion zu reagieren.
Nach Angaben der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde sei Taiwan nun gut auf die kommenden Herbst- und Wintermonate eingestellt.