Taipei, 13. Dezember - Vizepräsident Lai Ching-te (賴清德) hat sich heute mit Japans neuem Vertreter in Taiwan, Kazuyuki Katayama, getroffen und äußerte seine Hoffnung auf stärkere bilaterale Beziehungen.
In einer Rede sagte Lai, dass Katayama ein tiefes Verständnis für Taiwan habe und er hoffe, dass der zwischenmenschliche Austausch zwischen Taiwan und Japan wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen oder dieses sogar übertreffen könne. In puncto Wirtschaft erwähnte Lai, dass Taiwan und Japan komplementäre Volkswirtschaften hätten und nannte als Beispiel die jüngsten bilateralen Investitionen in der Halbleiterindustrie. Lai fügte hinzu, dass als Reaktion auf den Klimawandel ähnliche Anstrengungen bei der Entwicklung grüner Energie unternommen werden könnten, wodurch ein Win-Win-Szenario für beide Seiten entstehen würde.
Angesichts der Herausforderungen in der indopazifischen Region dankte Lai auch dem japanischen Premierminister Fumio Kishida dafür, dass er auf dem G7-Gipfel erklärt hatte, dass Taiwans Sicherheit ein globales Anliegen sei.
In einer Rede sagte Katayama, dass Japan und Taiwan nicht nur wichtige Wirtschaftspartner seien, sondern auch gemeinsame Werte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit teilen. Katayama sagt, er werde daran arbeiten, den Austausch zwischen den beiden Ländern weiter zu vertiefen. Er dankte Vizepräsident Lai dafür, dass er eine Delegation nach Japan geleitet und persönlich nach Japan gereist ist, um sein Beileid auszudrücken, als der ehemalige japanische Premierminister Shinzo Abe verstorben war.