Taipei, 13. Dezember - Heute hat nach einer 12-jährigen Pause eine Sitzung des Wissenschafts- und Technologiebeirats stattgefunden, bei der taiwanische wie internationale Spitzenwissenschaftler und Branchenführer zusammengekommen sind. Das Ziel ist, Taiwans Position in den Branchen Halbleiter, KI und grüne Technologien in den nächsten 10-20 Jahren zu stärken. Das Treffen wurde von Premierminister Chen Chien-jen (陳建仁) einberufen und wird drei Tage andauern. Geleitet wird es von Premierminister Chen, Wissenschafts- und Technologieminister Wu Zheng-zhong (吳政忠) sowie James Liao (廖俊智), Präsident der Academia Sinica.
Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) lobte in ihrer Eröffnungsrede Taiwans Halbleiterindustrie und die weltweit führende Technologie für 2-nm-Prozessoren. Sie erwähnte auch, dass die Regierung einen Innovationsplan entworfen habe, der in den nächsten 10 Jahren 300 Milliarden Taiwan-Dollar bereitstellen und generative künstliche Intelligenz und Chips kombinieren soll. Im Bereich grüner Technologien werde die Regierung die Ressourcen verschiedener Ministerien, der Wissenschaft, der Industrie und zivilgesellschaftlicher Gruppen mobilisieren, um Technologien voranzutreiben, die Taiwan dabei helfen könnten, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, sagte sie.
Chen Chien-jen seinerseits wies darauf hin, dass das gesamte Technologiebudget für das nächste Jahr 150 Milliarden Taiwandollar (etwa 4,4, Milliarden Euro) übersteigen werde, was einer Steigerung von 18 % gegenüber diesem Jahr entspricht. Dieses Budget wird Schlüsselthemen wie CO2-freie Expansion und Spitzentechnologie umfassen, mit dem Ziel, schrittweise zu einer nachhaltigen Entwicklung Taiwans zu gelangen.
Neben den Präsidenten der National Taiwan Universität, Chen Wen-chang (陳文章), dem Vorsitzenden von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Mark Liu (劉德音), dem Vorsitzende des IC-Designers MediaTek Inc. Tsai Ming-kai (蔡明介) und dem ehemaligen Präsident der Academia Sinica, Wong Chi-huey (翁啟惠), gehören zu den Beratern William H. Gates, Professor für Informatik an der Harvard University, Hsiang-tsung Kung (孔祥重), der Präsident der International Union of Pure and Applied Chemistry, Ehud Keinan aus Israel, und der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Robert Schlögl, aus Deutschland.