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Tsai: Taiwan ist bereit, nach dem tödlichen Erdbeben in China zu helfen

  • 19-12-2023
Tsai: Taiwan ist bereit, nach dem tödlichen Erdbeben in China zu helfen
Rettungskräfte führen nach dem Erdbeben im Landkreis Jishishan in der chinesischen Provinz Gansu am 1. Dezember Such- und Rettungsmaßnahmen im Dorf Kangdiao durch (Foto: Reuters)...

Taipei – 19. Dezember 2023. Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) hat den Angehörigen der Opfer des schweren Erdbebens, das am Montag kurz vor Mitternacht die chinesische Provinz Gansu erschütterte, ihr Beileid ausgesprochen. Taiwans Regierung sei bereit, Hilfe zu leisten.

"Taiwan ist bereit, bei der Bewältigung der Katastrophe Hilfe zu leisten", sagte Tsai. Sie habe die Kommission für Festlandangelegenheiten (MAC) und die Stiftung für Austausch über die Taiwanstraße (SEF) angewiesen, diese Botschaft an die chinesischen Behörden weiterzuleiten.

Die Kommission für Festlandangelegenheiten teilte später in einer Pressemitteilung mit, dass man im Rahmen der "bestehenden Kommunikationsmechanismen" zwischen beiden Seiten entsprechend gehandelt habe, ohne dies näher zu erläutern.

Seit dem Amtsantritt von Tsai von der Demokratischen Fortschrittspartei im Jahr 2016 hat Peking den offiziellen Kontakt zu Taipeh abgebrochen.

Die SEF prüfe derzeit, ob Taiwaner von dem Erdbeben betroffen seien, fügte die Kommission für Festlandangelegenheiten hinzu.

Premierminister Chen Chien-jen (陳建仁) sprach den Familien der Erdbebenopfer sein Beileid aus, wie Kabinettssprecher Lin Tze-luen (林子倫) am Dienstag in einer kurzen Erklärung mitteilte.

Chen sagte, die zuständigen taiwanischen Behörden würden im Bedarfsfall Hilfe leisten, so Lin.

Auch Taiwans stärkste Oppositionspartei Kuomintang (KMT) hat sich in einer separaten Erklärung am Dienstag ebenfalls zu dem Thema geäußert.

Der stellvertretende KMT-Vorsitzende Andrew Hsia (夏立言), der sich derzeit in der südchinesischen Provinz Guangdong aufhält, drückte den chinesischen Behörden das Mitgefühl der Partei für die Katastrophe aus und äußerte seine Trauer über den Verlust von Menschenleben.

Am Montag kam es um 23.59 Uhr in Gansu zu einem Erdbeben der Stärke 6,2. 

Nach Angaben der chinesischen Staatsmedien wurden bis Dienstagmorgen mindestens 111 Menschen in Gansu und der benachbarten Provinz Qinghai bei dem Erdbeben getötet und 236 verletzt.

Internationale Medien zitierten ebenfalls staatliche Medien, die berichteten, dass die Wasser-, Strom-, Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur durch das Erdbeben beschädigt worden sei, nannten aber keine weiteren Einzelheiten.

Die Stiftung für Austausch über die Taiwanstraße ist eine quasi-staatliche Organisation, die Dienstleistungen für Taiwaner anbietet, die in China arbeiten, studieren und leben

Die Kommission für Festlandangelegenheiten ist Taiwans oberste Regierungsbehörde, die für die Politik der Taiwanstraße zuständig ist.

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