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Studie aus Taiwan zeigt arzneimittelresistente Pilzstämme auf Früchten

  • 26-12-2023
Studie aus Taiwan zeigt arzneimittelresistente Pilzstämme auf Früchten
Foto: CNA

Taipei – 26. Dezember 2023. Eine aktuelle Studie des taiwanischen National Health Research Institute (NHRI) hat pathogene Pilze auf den Schalen von sechs häufig verzehrten Früchten aufgedeckt.

Die Untersuchung, die Teil einer größeren Initiative zur Überwachung der Antibiotikaresistenz (AMR) bei pathogenen Pilzen ist, identifizierte Candida tropicalis, einen Pilzerreger, in 10 von 17 Schalenproben von Zitronen, Guaven, Mangos, Hami-Melonen, Orangen und Birnen, die in taiwanesischen Supermärkten gesammelt wurden.

Drei der nachgewiesenen Stämme wiesen eine Resistenz gegen Fluconazol auf, ein gängiges Medikament zur Behandlung von Pilzinfektionen. Dies gab Anlass zur Besorgnis über die potenziellen Risiken einer weit verbreiteten Kontamination.

Diese Enthüllung folgt einem historischen Trend in Taiwan, wo seit 1999 höhere Raten von AMR bei Pilzinfektionen im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt beobachtet wurden. Eine frühere NHRI-Studie im Jahr 2017 hatte bereits Candida tropicalis in Supermarktfrüchten nachgewiesen.

Lo Hsiu-jung (羅秀容) vom NHRI schlug zwei mögliche Quellen für den Pilz auf Obstschalen vor: die Übertragung durch Umweltelemente wie Wind oder Wasser oder die Kontamination innerhalb der Lieferkette, möglicherweise durch Landwirte oder Verpackungsmaterialien, so CNA.

Während der identifizierte Erreger eine begrenzte Bedrohung für gesunde Menschen darstellt, betonte Lo das potenzielle Risiko für immungeschwächte Personen, wie z. B. HIV-Infizierte oder Menschen mit schweren Erkrankungen. Sie empfahl den Verbrauchern, die Früchte vor dem Verzehr gründlich zu waschen, um mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Gleichzeitig äußerte Lo Bedenken über die Verwendung von Fluconazol in Pestiziden, da es bei der Behandlung von Pilzinfektionen zu einer Verschlimmerung der AMR beitragen könnte. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer kontinuierlichen Überwachung und von Präventivmaßnahmen, um neu auftretenden Bedrohungen der Lebensmittelsicherheit zu begegnen.
 

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