Taipei – 02. Januar 2023. Die jüngste Ermordung eines Mittelschülers, die das Land schockierte, hat bei den Eltern wachsende Besorgnis über die Sicherheit auf dem Schulgelände ausgelöst. Die Nationale Allianz der Präsidenten von Elternvereinigungen (National Alliance of Presidents of Parents Associations (NAPPA)) nahm am Dienstag an einer Pressekonferenz im Bildungsministerium teil und wies auf die derzeitigen Unzulänglichkeiten in den Sicherheitsnetzen auf dem Campus hin.
NAPPA-Chef Chang Che-wei (張哲維) sagte, die taiwanischen Eltern wollten wissen, "was mit der Sicherheit auf Taiwans Schulgeländen geschehen ist". Er sagte, dass die Mängel in den Vorschriften zur Disziplinierung der Schüler durch die Lehrer eine der Sorgen seien. Schüler, die der Schule verwiesen oder von der Schule genommen werden, könnten Berufung einlegen oder Klage erheben, so Chang. Das erschwere es den Schulen und Lehrern, mit Problemen umzugehen. Er fügte hinzu, dass die laxe Durchführung von Sicherheitskontrollen in Schulen und die Rückkehr von Schülern mit Problemen in die Schulen ebenfalls Anlass zur Sorge über mögliche Sicherheitsrisiken geben.
Die NAPPA hat die Justizbehörden aufgefordert, die Maßnahmen zum Umgang mit jugendlichen Zwischenfällen zu überprüfen. Chang forderte die Regierung auf, Rechenschaft abzulegen, und sagte, es müssten rasch Verbesserungen vorgenommen werden, um die Sicherheit der Schüler auf dem Schulgelände zu gewährleisten.
Die stellvertretende Generaldirektorin der Bildungsverwaltung Tai Shu-fen (戴淑芬) sagte, die Bildungsverwaltung habe die Stimmen der Eltern gehört. Sie wies auf das Engagement des Ministeriums hin, auf die Bedenken einzugehen, und verwies auf die Einrichtung einer behördenübergreifenden Arbeitsgruppe. Diese sei schon am 28. Dezember zusammengetreten und werde am Donnerstag erneut zusammentreten, um die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Campus weiter zu diskutieren und zu verbessern.