Taipei, 15. Januar - Heute um 14:24 Uhr gab das Außenministerium auf einer Pressekonferenz in Taipei bekannt, dass Taiwans Regierung die diplomatischen Beziehungen zu Nauru beendet habe, nachdem der Präsident von Nauru, David Adanang, heute die Anerkennung der Volksrepublik China erklärt hatte, unter anderem mit der Begründung der UN-Resolution 2758 und dem „Ein-China-Prinzip“.
Der stellvertretende Außenminister Tien Chung-kwang (田中光) sagte, um die nationale Souveränität und Würde zu schützen, seien die diplomatischen Beziehungen mit Nauru mit sofortiger Wirkung beendet. Außerdem würden bilaterale Kooperationspläne eingestellt, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Botschaft und technischen Missionen in Nauru abberufen und Nauru wurde aufgefordert, seine Botschaft in Taiwan zu schließen.
Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen erfolgte zwei Tage, nachdem Vizepräsident Lai Ching-te (賴清德) von der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) zum Präsidenten gewählt wurde. Taiwan hat nun noch zwölf diplomatische Verbündete.
Taiwan nahm erstmals 1980 diplomatische Beziehungen zu Nauru auf. 2002 brach die pazifische Insel ihre Beziehungen ab und bekannte sich zu China. 2005 nahmen Taiwan und Nauru wieder diplomatische Beziehungen zueinander auf, was den Abbruch der Beziehungen zwischen Nauru und China bedeutete.