Taipei – 18 Januar 2024. Das taiwanische Außenministerium äußerte sich heute zu dem Skandal um die frühere britische Premierministerin Liz Truss. Diese Woche enthüllte die US-amerikanische Tageszeitung POLITICO, dass Truss Lobbyarbeit für den Verkauf britischer Verteidigungsausrüstung an China betrieb. Das Außenministerium betonte jedoch, dass Truss Taiwan nicht geschadet habe.
Private Korrespondenz legt nahe, dass Truss bei einem britischen Beamten für den Verkauf von in ihrem Bezirk hergestellter Minenräumausrüstung nach China warb, was Experten zufolge bei einer Invasion in Taiwan nützlich sein könnte. Trotzdem betonte das taiwanische Außenministerium, dass keine Worte oder Taten von Truss identifiziert wurden, die Taiwan geschadet hätten.
Ministeriumssprecher Jeff Liu (劉永健) erklärte, dass Truss bei ihrem Besuch in Taiwan im Mai des vergangenen Jahres eine klare Position zu China gezeigt habe. Truss habe alle Länder aufgerufen, Taiwan bei der Stärkung seiner Selbstverteidigungsfähigkeiten zu unterstützen und wiederholt ihre Unterstützung für Taiwan bekundet.