Taipei – 19. Januar 2023. Das Center for Addiction Prevention and Policy Research (Das Zentrum für Suchtprävention und Politikforschung/CAPPR) der National Taiwan Normal University (NTNU) veranstaltete am Freitag einen Vorkonferenz-Workshop für die internationale Konferenz zur Schadensminderung im asiatisch-pazifischen Raum 2024. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Akademie für das Justizwesen des Justizministeriums und der Taiwan Harm Reduction Association durchgeführt. Experten aus mehreren Ländern unterzeichneten gemeinsam mit taiwanischen Kollegen eine Erklärung zur Schadensminderung.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch von Strategien zur Suchtbekämpfung in unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Premierminister Chen Chien-jen (陳建仁) hob die Bemühungen Taiwans zur Schadensminimierung seit 2003 hervor, als die Zahl der HIV-Infektionen unter Opioidkonsumenten in die Höhe schnellte. Dies führte zur Umsetzung von Initiativen nach ausländischem Vorbild, einschließlich der Bereitstellung von sauberen Nadeln, Substitutionstherapie, Beratung und Überweisungen, wodurch die Zahl der neuen HIV-Fälle durch intravenösen Drogenkonsum erheblich gesenkt werden konnte.
Chen betonte die Bedeutung der Drogenproblematik für die nationale Sicherheit und würdigte das Engagement von Präsident Tsai Ing-wen (蔡英文) bei der Drogenbekämpfung. Trotz des bemerkenswerten Rückgangs der Zahl der Drogenkonsumenten von 61.000 im Jahr 2015 auf etwa 40.000 im Jahr 2022 betonte Chen, dass weiterhin umfassende Maßnahmen erforderlich seien.
In seiner Ansprache zeigte sich Chen optimistisch für die internationale Zusammenarbeit und forderte die Länder auf, Lösungen auszutauschen und voneinander zu lernen, um den Drogenmissbrauch gemeinsam zu bekämpfen. Er betonte, wie wichtig es ist, ein globales Umfeld zu schaffen, das die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Menschen fördert.