Taipei – 23. Januar 2024. Hochrangige Beamte in Tuvalu hätten bekräftigt, dass der pazifische Inselstaat formelle diplomatische Beziehungen zu Taiwan aufrechterhalten werde, erklärte Taiwans Außenministerium am Dienstag.
Das Außenministerium reagierte damit auf eine Warnung vom 19. Januar vor einem möglichen Abbruch der Beziehungen, durch Tuvalus Botschafter in der Republik China (ROC), Bikenibeu Paeniu.
Wie das Außenministerium erklärte, habe man sofort nach Paenius Warnung die Regierung von Tuvalu kontaktiert. Diese habe sofort klargestellt, dass die umstrittene Erklärung von Paeniu nicht die offizielle Haltung des Pazifikstaates darstelle, und bekräftigte, dass die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan weiterhin eng seien.
In einem Artikel im Weekend Australian vom 19. Januar wurde Paeniu mit den Worten zitiert, "Quellen aus Tuvalu" hätten ihm gesagt, dass sein Land Nauru folgen und seine diplomatische Anerkennung nach den Wahlen in Tuvalu am 26. Januar zu Peking wechseln könnte.
Die Warnung erfolgte, nachdem Nauru am 15. Januar bekannt gegeben hatte, dass es die Beziehungen zur ROC, der offiziellen nationalen Bezeichnung Taiwans, abbricht und die Volksrepublik China anerkennt.
Es war der zehnte diplomatische Verbündete, den Taipeh seit dem Amtsantritt von Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) im Mai 2016 aufgrund der sich verschlechternden Beziehungen über die Taiwanstraße hinweg an Peking verloren hat.
Damit hat die Republik China nur noch 12 Verbündete, darunter die Marshallinseln, Tuvalu und Palau im Pazifikraum.