Taipei – 27. Februar 2024. Premierminister Chen Chien-jen (陳建仁) sagte in einem Interview, dass man die maritime Situation genau beobachten werde und dass Taiwan bereit sei, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um seine Interessen zu schützen. Chen betonte Taiwans Engagement für die Sicherheit auf See und die Rechte der in der Region tätigen Fischer.
Der Premierminister reagierte damit auf die kürzlichen Spannungen in der Taiwanstraße im Zusammenhang mit dem tödlichen Schiffsunglück vom 14. Februar vor den Kinmen-Inseln.
Verteidigungsminister Chiu Kuo-cheng (邱國正) sagte, die Vorfälle auf See würden von der taiwanischen Küstenwache untersucht und das Verteidigungsministerium werde sich nicht zu der Angelegenheit äußern. Er erwarte, dass der Fall angemessen behandelt wird und hofft, dass er nicht weiter eskaliert.
Die Ministerin der Kommission für Ozeanangelegenheiten, Kuan Bi-ling (管碧玲), unterstrich Taiwans Aufrichtigkeit, zu verhandeln und die Vorfälle unter Anwendung eines humanitären Ansatzes zu lösen.
Sie betonte jedoch, dass beide Seiten in gutem Glauben an die Sache herangehen müssten, und rief zur gegenseitigen Zusammenarbeit auf, um die Spannungen zu deeskalieren.