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Präsidentin Tsai gedenkt der Opfer des 228-Vorfalls und betont Wichtigkeit der Übergangsjustiz

  • 28-02-2024
Präsidentin Tsai gedenkt der Opfer des 228-Vorfalls und betont Wichtigkeit der Übergangsjustiz
Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) hat heute an der diesjährigen Gedenkfeier zum 228-Vorfall im Kreis Chiayi teilgenommen. Der 28. Februar ist ein offizieller Feiertag in Taiwan, auch bekannt als Friedensgedenktag (Peace Memorial Day), der an den Vorfall am 28. Februar 1947 erinnert, bei dem 18.000-28.000 unschuldige Menschen getötet wurden. (Mit freundlicher Genehmigung des Präsidentenpalastes)

Taipei, 28. Februar - Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) hat heute an der diesjährigen Gedenkfeier zum 228-Vorfall im Kreis Chiayi teilgenommen. Der 28. Februar ist ein offizieller Feiertag in Taiwan, auch bekannt als Friedensgedenktag (Peace Memorial Day), der an den Vorfall am 28. Februar 1947 erinnert, bei dem 18.000-28.000 unschuldige Menschen getötet wurden.

In ihrer Rede bei der Gedenkfeier sagte Präsidentin Tsai, dass der Vorfall 228 den Wunsch des taiwanischen Volkes nach Demokratie und Freiheit geweckt habe, das Wachstum der Demokratie jedoch durch die autoritäre Herrschaft gehemmt worden sei. Sie sagt, diese schwierige Vergangenheit sei eine Narbe in der Geschichte Taiwans, und um sie zu heilen, müssten die Ursachen verstanden und die Wahrheit ausgesprochen werden. Tsai sagt, nur dann könne es zu einer echten Versöhnung kommen und die Vergangenheit sei nicht länger die Ursache für Taiwans Spaltung.

Tsai fügt hinzu, dass sich die Bemühungen um eine Übergangsjustiz nicht gegen eine bestimmte politische Partei richten, sondern dass es vielmehr um eine demokratische Regierung geht, die Verantwortung für die Fehler vergangener autoritärer Herrschaft übernimmt, Leid bereinigt und sich ehrlich mit Taiwans Vergangenheit auseinandersetzt, damit demokratische Institutionen weiterentwickelt werden können.

In ihrer Rede erläuterte Präsidentin Tsai auch die Arbeit der Regierung im Bereich der Übergangsjustiz in den letzten acht Jahren, einschließlich der Einführung des Organisationsgesetzes des Nationalen Menschenrechtsmuseums und des Gesetzes über politische Archive. Letzteres ermöglicht die Freigabe zuvor geheimer politischer Akten nach 40 Jahren und ist heute in Kraft getreten. 

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