Taipei – 29. Februar 2024. Das Kabinett von Taiwan hat heute Änderungsentwürfe zum Staatsangehörigkeitsgesetz gebilligt, um die Einbürgerung für einige ausländische Fachkräfte zu erleichtern und es Sozialhilfebehörden zu ermöglichen, die Staatsbürgerschaft im Namen staatenloser Kinder mit Wohnsitz in Taiwan zu beantragen.
Die vorgeschlagenen Änderungen wurden bereits im September vergangenen Jahres vom Kabinett verabschiedet, mussten aber aufgrund der neuen Legislaturperiode erneut genehmigt und eingereicht werden.
Laut dem Innenministerium sollen die Änderungen die Bindung beruflicher Talente stärken, indem die erforderliche Aufenthaltsdauer für ausländische hochrangige Fachkräfte von drei auf zwei aufeinanderfolgende Jahre reduziert wird. Alternativ wird dies auf einen legalen Aufenthalt von mehr als fünf aufeinanderfolgenden Jahren verkürzt, wenn die Anforderung erfüllt ist, dass die Person sich mindestens 183 Tage pro Jahr in Taiwan aufhält.
Zum Schutz der Kinderrechte ermöglicht der Gesetzentwurf Sozialfürsorgebehörden oder Vormündern staatenloser Kinder, die taiwanische Staatsbürgerschaft im Namen der Kinder zu beantragen. Bisher konnten nur Adoptiveltern von staatenlosen, unverheirateten Minderjährigen die Einbürgerung beantragen, wenn mindestens ein Elternteil taiwanischer Staatsbürger war.