Taipei – 4.3.2024 – Die Gouverneurin des US-Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, ist heute zu einem zweitägigen Besuch in Taiwan eingetroffen.
Whitmer kündigte während ihres Besuches die Eröffnung eines Büros in Taiwan an. Mit diesem Büro sollen unter anderem die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen gestärkt und Investitionen taiwanischer Unternehmen in Michigan gefördert werden.
Die Gouverneurin von Michigan bezeichnete die Eröffnung des Michigan Tawian Büros als Erweiterung der bereits bestehenden Partnerschaft. Taiwan passe mit seiner Expertise in den Bereichen Halbleiter und sauberer Energie sehr gut zu Michigans Zielen hin zu sauberen Energien, darunter Elektromobilität.
Vizepräsident Lai Ching-te (賴清德) sagte heute bei einem Treffen mit Whitmer und ihrer Delegation, dass man Michigan als Autostadt der Welt bezeichnet könne, da viele Automobilunternehmen dort ansässig seien. Michigan habe angesichts der Entwicklung des autonomen Fahrens großes Entwicklungspotenzial und viele Möglichkeiten. Er hoffe auch auf eine Zusammenarbeit der Automobilindustrie in Michigan mit der international anerkannten Halbleiterindustrie in Taiwan: "Wir sind der Meinung, dass Taiwan nicht nur Halbleiter hat, sondern auch eine Verantwortung, zum globalen wirtschaftlichen Wohlstand beizutragen. Ich hoffe sehr, dass in Zukunft Taiwan und Michigan in der Technologieindustrie zusammenarbeiten werden, sich Taiwans Halbleiterindustrie gemeinsam mit der Automobilindustrie in Michigan entwickeln können und wir eine Win-win-Situation schaffen werden."
Die Gouverneurin des US-Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, hatte bereits im September 2023 kurz Taiwan besucht. Sie sagte in einer Pressekonferenz, ihr Besuch im vergangenen Jahr sei sehr kurz gewesen. Taiwan sei ein wichtiger Partner, deshalb hoffe sie, auf den bereits bestehenden Gesprächsgrundlagen die bilaterale Kooperation auszubauen.
Der Geschäftsführer der Michigan Economic Development Corporation, Quentin L. Messer, Jr., sagte, das Michigan Büro in Taiwan soll außer Wirtschafts- und Handelsbeziehungen auch den Austausch in den Bereichen Kultur und Bildung fördern.