Taipei, 08.03.2024. Der Vize-Vorsitzende des Rates für Festlandangelegenheiten Chan Chih-hung (詹志宏) erklärte heute, dass die Lage in der Taiwanstraße zwar angespannt sei, die Situation aber “wohl noch kontrollierbar”.
Er reagierte damit auf die wachsende Sorge der Öffentlichkeit vor militärischen Auseinandersetzungen mit China. Die Sorge war durch das jüngste Kentern eines chinesischen Schnellboots vor der taiwanischen Insel Kinmen, sowie dem Wegfall der Formulierung ““friedliche” Wiedervereinigung” in einem Bericht der Nationalen Volksversammlung Chinas von letzter Woche, erneut gestiegen.
Chan betonte, dass Taiwan weiterhin alles in seiner Macht stehende tun werde, um den Frieden und die Stabilität in der Region zu wahren. Außerdem werde die Situation auch von wirtschaftlichen und weltpolitischen Faktoren beeinflusst, die man genau verfolge, so der Vize-Vorsitzende des Rates. Was man aber nicht kontrollieren könne, seien unerwartete Zwischenfälle, die einen größeren Konflikt nach sich ziehen könnten. Daher appellierte er an China, von seinen täglichen Militärübungen in der Taiwanstraße abzulassen, um so einen Unfall auszuschließen.